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Der letzte Teil unserer dreiteiligen Themenreihe über Schlafkrankheiten – heute geht es um die Krankheit RLS. Haben Sie schon mal vom Restless Legs Syndrom gehört? Immerhin sind 5-10% der Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen. Frauen leiden doppelt so häufig an dem Syndrom wie Männer. Die Beschwerden entstehen, wenn der Betroffene zur Ruhe kommt. Dies kann auf der Couch vor dem Fernseher, in der Hängematte im Garten, im Kino oder eben nachts im Schlafzimmer sein. 

Restless Legs Syndrom – Unruhige Beine

Charakteristisch für die Krankheit ist – wie der Name schon erahnen lässt – ein unbändiger Bewegungsdrang der Beine, der in der Regel von einem unangenehmen Kribbeln, Kitzeln, von Schmerzen oder einem Ziehen ausgelöst wird. Seltener treten die Symptome auch in den Armen oder im Brustbereich auf. Die Beschwerden können nur durch Bewegung gemindert werden. Der Bewegungsdrang äußert sich durch ein unangenehmes Gefühl von Unruhe, Spannung oder Druck. Betroffene empfinden die Symptome oft sehr unterschiedlich, für viele ist es schwierig für die Beschwerden die richtigen Worte zu finden. 

Immer in Bewegung

Vollkommen ist die Krankheit noch nicht erforscht. Am wahrscheinlichsten gilt allerdings die Theorie, dass das Restless Legs Syndrom von einer Störung des Dopamin-Stoffwechsels im Gehirn herrührt. Sie ist also eine neurologische Erkrankung. In mehr als der Hälfte aller bekannten Fälle, tritt die Krankheit aber ebenfalls vermehrt in der Familie auf, weshalb Wissenschaftler außerdem von der Möglichkeit einer erblichen Krankheit ausgehen. Besonders beeinträchtigt die Erkrankung, wenn die Symptome den Schlaf rauben und eine dauerhafte Übermüdung auslöst. Betroffene können sich dann sehr schlecht im Alltag konzentrieren, fühlen sich platt und krank. 

Ärztliche Diagnose und Behandlung

In der Regel stellt der Arzt die Diagnose, indem er in einem Gespräch die vorhandenen Symptome erfragt. Wichtig ist auch, wann diese auftreten. Meist folgt darauf eine ergänzende neurologische Untersuchung und gegebenenfalls die Feststellung eines Ansprechens auf medikamentöse Behandlungsversuche. In manchen Fällen ist eine Untersuchung in einem Schlaflabor sinnvoll. Die übliche Behandlungsweise ist das Verschreiben eines entsprechenden Medikamentes, das ursprünglich zur Parkinson-Behandlung hergestellt wurde. Dieses verstärkt die Wirkung des Botenstoffes Dopamin im zentralen Nervensystem und beugt so den Beschwerden vor. 

Ich habe RLS – und jetzt? 

Nachhaltige Langzeitfolgen sind bei dieser Krankheit bisher ausgeschlossen. Bis auf den möglicherweise entstehenden Schlafmangel beeinflusst sie den Alltag der Betroffenen nicht – außer sie müssen für längere Zeit ruhen. Wie zum Beispiel auf einer langen Autofahrt oder am Schreibtisch im Büro – in diesen Situationen hilft das Aufstehen und aktive Bewegen der Beine. Es ist nicht belegt, dass die Krankheit die Lebenserwartung verkürzt.